Kräuter

Was ist muira puama?

admin 4. Dezember 2009

Bei Muira Puama handelt sich um einen Baum, der in den Regenwäldern Brasiliens beheimatet ist und etwa 5 m hoch wird. Bei uns ist er unter dem Namen Potenzholz bekannt. Der zur Blütezeit sehr intensiv verströmte Duft seiner Blüten ähnelt dem von Jasmin. Botanisch wird der Baum als Ptychopetalum Olacoides bezeichnet.

In Brasilien hat die Verwendung von Muira Puama eine sehr lange Tradition. Bereits die brasilianischen Ureinwohner kannten und nutzten diese Pflanze sehr vielseitig als Naturmedizin.
Dabei können alle Teile der Pflanze verwendet werden. Am stärksten konzentrieren sich jedoch die Inhaltsstoffe in der Rinde und in den Wurzeln.

Muira Puama verspricht eine aphrodisierende Wirkung. Besonders bei sexuellen Problemen des Mannes bietet sich hier eine natürliche Alternative zu Viagra. Muira Puama verstärkt den Sexualtrieb und steigert die Vitalität, wobei Erektionsstörungen verbessert oder sogar behoben werden können. Durch Einreiben mit Zubereitungen aus der Rinde und den Wurzeln der Pflanze werden Haut und Geschlechtsorgane empfindlicher und empfänglicher für Reize.
Die Extrakte des Baumes können auch oral eingenommen werden. Danach verspüren die meisten Menschen ein Prickeln am Körper.

Auch für die Behandlung verschiedenster Krankheiten wurden Extrakte der Pflanze bereits von den Ureinwohnern Brasiliens verwendet. So linderte man z.B. Rheuma, Lähmungen, Erkältungskrankheiten und Verdauungsstörungen. Zubereitungen aus der Pflanze sollen helfen bei Menstruationsproblemen, sowie bei Unfruchtbarkeit. Sie wirken Nerven beruhigend, dienen der allgemeinen Kräftigung, verbessern den Schlaf und senken den Blutdruck. Sie sollen auch gegen Schmerzen, Müdigkeit, Depressionen und schlechtes Erinnerungsvermögen helfen.

Autor: Frank Schneider

Der Weg des Basilikums

admin 16. Juni 2008

Mehrere Tausende von Jahren alt und beliebter denn je. Eigentlich zuhause in den Mittelmeerländern hat sich das Basilikum seinen Weg bis nach Europa gesucht. Als einjährige Pflanze wird das Kraut nur ungefähr 50cm hoch. Kommt jedoch auf den jeweiligen Standort an. Basilikum gibt es in unterschiedlichen Sorten, die auch unterschiedlich duften, die nach Zimt, Anis und natürlich nach den bekannten Zitronen duftet. Die Zitronenvariante ist jedoch die bekannteste und wir d auch am meisten bevorzugt, da sie zu den meisten Gerichten hervorragend passt.

Basilikum gedeiht am besten an einem warmen und vor allem sonnigen Platz. Man sollte jedoch auf einen wasserdurchlässigen und vor allem humusreichen Boden achten. Während die kleinblättrige Sorte zarter im Geschmack ist, als die Große, sind auch die Blätter der kleinen Variante etwas spitzer. Das Kraut das die Wärme liebt wird erst bei 15°C -20°C ausgesät. Das geht am besten in kleine Töpfchen, denn erst  wenn kein Frost mehr Schaden anrichten kann, wird es ins Freie gesetzt. Basilikum ist besonders in der mediterranen Küche wieder zu finden. Denn durch seine Einzigartigkeit kann man es bei Fleischgerichte oder zarten Fisch verwenden. Vor allem sollte es jedoch bei Salaten und den Pasta Saucen auf keinen Fall fehlen.

Die Heilwirkung von Basilikum sollte man auf keinen Fall unterschätzen. Es besitzt wie viele Kräuter nämlich ätherische Öle die beruhigend auf die Nerven wirken und krampflösend wenn man Beschwerden hat im Magen-Darm-Bereich. Außerdem fördert es auf ganz natürliche Weise den Appetit an. Eigentlich heißt Basilikum mit lateinischem Namen Ocimum basilicum. Jedoch hat das beliebte Kraut noch sehr viele andere Namen im Laufe der Zeit bekommen, wie Birnkraut, Krampfkräutel, Königsbalsam, Hirnkraut, Braunsilage und noch viele mehr. Außerdem regt dieses herrliche Kräutlein auch den Milchfluß an, bei stillenden Müttern. Genaugenommen haben wir Karl dem Großen diesen Segen zu verdanken, denn er hat es nach Mitteleuropa gebracht und dank der Mönche wurde es in den Klostergärten gepflanzt.

Besonders im Sommer, wenn es heiß ist und man nicht soviel essen mag, ist so ein Teller mit Tomaten und Mozzarella eine feine Sache. Reichlich mit Basilikum bestreuen und mit einer Joghurt-Sahne Soße übergießen und mit Baguette reichen. Eine leichte und dennoch sättigende Kleinigkeit, die den Magen nicht belastet.

Rosmarin und seine vielseitigkeit

admin 7. Juni 2008

Rosmarinus officinalis gehört zu den Lippenblütlern. Aber auch unter den Namen wie Marienkraut, Weihrauchkraut, Meertau, Balsamkraut oder Brautkraut bekannt. Gemeint ist eigentlich der gemeine Rosmarin. Der Strauch kann bis zu 2m Höhe erreichen. In kälteren Regionen wie im Norden bleibt er jedoch kleiner. Mit seinen charakteristischen nadelartigen gräulichen beharrten Blättern und seinem unverkennbaren Duft, lässt er schon erahnen, dass er viele ätherische Öle besitzt, die gerne in der Heilkunde verwendet werden. Das meiste davon ist jedoch Kampfer neben den Gerb,- und Bitterstoffen.

Rosmarin liebt es warm und vor allem liebt er die Sonne, was aufgrund seiner mediterranen Herkunft zurück zu führen ist. Vor allem wird er gerne für Geflügel, Lamm, Wild und auch Fisch verwendet. Doch für verschiedene Gemüsegerichte wie Auberginen, Tomaten oder Zucchini, verschiedene Hülsenfrüchte und Kartoffeln eignet er sich hervorragend. Doch auch wegen seiner hervorragenden Heileigenschaften wird er in der Heilkunde gerne angewendet. Denn er fördert die Verdauung, stärkt die Nerven und wird in Rheumasalben verarbeitet. Durch seine Inhaltstoffe wirkt Rosmarin ebenfalls bei Erschöpfungszuständen, Kopfschmerzen, Magenproblemen und regt die Gallen und Magensaftproduktion an.

Selbst in der Kosmetik spielt er keine unbedeutende Rolle, da in Parfüms oder Badezusätzen sich ebenfalls hervorragend eignet. Kenner und Liebhaber dieses Krauts wissen auch das Rosmarinöl zu schätzen, denn der würzige Geschmack bereichert so manche Fleischleckerei aus der Pfanne. Rosmarin sollte in keiner mediterranen Küche fehlen, denn durch seinen würzig frischen Geschmack, verleiht er so manchen typischen Gerichten erst ihren unvergleichlichen Geschmack. Man sollte ihn jedoch wegen seines intensiven Geschmacks etwas sparsam verwenden, denn nimmt man zu viel davon, kann es leicht bitter schmecken.

Majoran und seine Verwendung

admin 7. Juni 2008

Wie bei so vielen Kräutern ist auch der Majoran unter vielen verschiedenen anderen Namen bekannt. Er wird auch als Maiwürzkraut, Wurstkraut, Wohlgemuth, Bratenkraut, Schuster,- oder Müllerkraut und noch einige mehr tituliert. Dank den Arabern fand der Majoran seinen Weg in die Mittelmeerländer. Da er nicht frostbeständig ist, wächst er hier nur als einjähriges Kraut.

Vor allem durch seine Behaarung die filzig und grau aussieht und seinen unverkennbaren Duft erkennt man Majoran sehr schnell.  Durch seine Bitter,- und Gerbstoffe , sowie ätherische Öle und Terpene wird er gerne für die Herstellung bestimmter Wurstsorten wie die berühmten Thüringer Bratwürste, Pfälzer Leberknödel und Blutwurst verwendet. Aber auch bei verschiedenen Eintöpfen wie weißer Bohneneintopf, Kartoffelsuppe, Erbseneintopf oder Hammel,- und Schweinefleisch darf er nicht fehlen. Bei Bestimmten Fleischpasteten, Käsegerichten oder Bratkartoffeln darf er auf gar keinen Fall fehlen. Denn schließlich wäre es eine Todsünde, denn er gibt bestimmten Gerichten wie der Hamburger Aalsuppe den typischen Geschmack, den diese Gerichte ausmachen.

In der Heilkunde ist er schon lange zu Hause. Denn schon im Mittelalter wurde jede Krankheit mit Majoran behandelt. Von der Schwindsucht angefangen über Asthma bis zur Wunddesinfizierung. Er regt nicht nur den Appetit an und ist ein magenstärkendes und krampflösendes Mittel, er hilft auch der Verdauung auf die Sprünge und stärkt angegriffene Nerven.

Dank seiner Inhaltstoffe lässt er sich auch hervorragend bei besonders fetten Speisen wie Gans, Ente hervorragend verwenden. Wer schon einmal Griebenschmalz selber hergestellt hat, weiß dass er hier auf gar keinen Fall fehlen darf. Übrigens kann selbst gemachtes Schweineschmalz mit frischem Vollkornbrot durchaus zur Delikatesse werden.  Die Herstellung ist auch ganz einfach, denn es kommt auf die Zutaten darauf an. Mit Röstzwiebeln und süß-sauren klein geschnittenen Äpfeln, sowie Majoran und andere Kräuter nach belieben, wird daraus ein leckerer Brotaufstrich, gerade für die kalte Jahreszeit eine unerlässliche Köstlichkeit, die in keinem Vorratsschrank fehlen sollte. Dabei ist es jedem selber überlassen, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen, probieren Sie doch verschiedene Zutaten aus und lassen sich überraschen.

Kräutermischungen

admin 18. Mai 2008

Kräuter sind schon seit alters Zeiten etwas wertvolles, Gesundes und vor allem vielfältig im Geschmack. Ob man sie jetzt einzeln vernascht oder als Kräutermischung, sie sind immer etwas Besonderes. Nicht nur das sie den Speisezettel mit ihrer Geschmacksvielfalt bereichern, sondern sie lassen sich individuell mischen. Jedoch gibt es einige Kräutermischungen, die so ideal abgestimmt sind, das sie verschiedenen Gerichten den bestimmt typischen Geschmack verleihen.

Was wäre eine italienische Tomatensoße ohne die berühmte italienische Kräutermischung oder die Pizza-Kräuter. Schon Hildegard von Bingen hat ja sehr anschaulich beschrieben, welche Verwendungszwecke Kräuter zugeführt werden können. Das Beste an Kräutern ist nicht nur der Geschmack, sondern das immer ein Heilzweck auch dahinter steckt, sofern die Kräuter frisch beziehungsweise nicht gerade uralt im Glas verweilen im Supermarkt und sich bester Trockenheit erfreuen. Der beste Beweis ist der Rascheltest, denn dann sind sie alt. Denn selbst getrocknete Kräuter besitzen immer noch einen Duft, der zum Verführen einlädt. Gerade im Winter, wenn man nicht alle Kräuter frisch bekommt, eignen sich getrocknete Kräuter hervorragend.

Aber selbst im Sommer, ist es manchmal schwierig selbst auf dem Wochenmarkt bestimmte Kräuter zu bekommen. Da auch nicht alle hier bei uns wachsen, wie zum Beispiel Estragon oder Majoran oder Oregano. Aus diesem Grunde greift man auch auf getrocknete Kräuter zurück, die jedoch eine gewisse Qualität haben sollten. Am Besten kauft man diese in einem Gewürzladen oder schaut sich im Internet mal um. Man sollte aber unbedingt darauf achten, nicht unbedingt im Glas angebotene Ware zu kaufen, denn die kann auch alt sein.

Es gibt Online-Shops die Bilder von den jeweiligen Gewürzen abgebildet haben und daran kann man sehen, wie die Gewürze aussehen. Ein Garant ist auch, wenn die Gewürze frisch abgepackt werden, wie im Tante Emma Laden. Ein weiterer sicherer Aspekt ist auch dafür, wenn die Bestellung mal ein bisschen länger dauern kann, denn daran kann erkennen, das die Gewürze nicht alt sind, weil der Händler diese selbst erst frisch bestellt. Gerade heute wenn es heißt, heute bestellt und morgen da, ist es bei solchen heiklen Sachen nicht immer das Wahre. Viele Menschen die nicht viel Zeit zum Kochen haben, sind regelrecht darauf angewiesen, gerade deshalb ist die Qualität wichtig.

Selbst wenn es nur ein Estragon – Sahne – Süppchen ist, dass übrigens schnell geht.
Einfach ein paar feine Zwiebelwürfelchen andünsten, mit Sahne und Milch etwas auffüllen.
2-3Eßl. Frischkäse mit Kräutern dazu. Salz, Pariser Pfeffermischung, Tomaten Gewürz Mischung und 3-Eßl. Estragon.
Kurz aufkochen lassen und schon ist eine schmackhafte Suppe fertig.
Dazu eignet sich geröstetes Weißbrot oder Toast. Mit Kräuter lassen sich eine Vielzahl der herrlichsten Gerichte ganz einfach und schnell zaubern.
Praktisch vor allem, die es beim Kochen immer eilig haben.

Die Schafgarbe

admin 16. April 2008

Eigentlich war die Schafgarbe hier gar beheimatet, sondern in Mittelasien und den gemäßigten Zonen Europas. Jedoch hat sie sich im Laufe der Zeit auch in Australien, Neuseeland und Nordamerika niedergelassen. Wie viele Kräuter wurde sie schon zu antiken Zeiten als Heilkraut verwendet, denn durch ihre Inhaltstoffe besitzt sie eine desinfizierende und blutstillende Wirkung.

Früher konnte man sie auch viel in den sogenannten Bauerngärten finden, denn ihre buschige Staude wird nur Linealgröße, sprich also 30-ca. 80 cm groß, so das sie sich in ein Blumenbeet problemlos integrieren lässt. Mit ihren vielen kleinen Blüten, die von weiß bis rötlich getönt blühen, gibt sie ein bezauberndes Bild ab. Wobei die Farben variabel sind, sie können auch gelb oder sogar in ein kräftiges Karminrot gehen. Von daher kann sie auch in verschiedenen Beeten ein Plätzchen finden und mit ihrer Farbenpracht erfreuen.

Die Scharfgarbe lässt jedoch hervorragend als Gewürz in der Küche verwenden. Hier sollte man jedoch darauf achten, dass man junge Blätter nimmt und diese frisch verarbeitet werden. Ihr leichtes Muskataroma gibt Salaten ein feines Aroma, Quark oder auch Gemüsegerichten einen unvergleichlichen Geschmack. Ebenso wie Beifuß hilft sie auch bei fetten Speisen um sie bekömmlicher zu machen. Die Heilwirkung der Schafgarbe wusste man schon in frühester Zeit zu schätzen, denn sie wirkt entkrampfend und regt die Verdauung an. Da sie aber nicht nur eine wie oben schon erwähnt desinfizierende und blutstillende Wirkung hat, findet man sie auch in allerlei Tees wieder. Bei Blasenbeschwerden beziehungsweise Infektionen der Harnwege, Monatsbeschwerden oder sogar bei Kreislauf- oder Herzbeschwerden. Wobei sich die Schafgarbe ebenso für äußerliche Anwendung einsetzen lässt. Denn hier leistet sie wertvolle Hilfe bei Zahnfleischentzündungen oder bei Ekzemen. Schafgarbe ist eine anspruchslose Staude, sie gibt mit nährstoffarmem Boden zufrieden, selbst wenn dieser trocken sein sollte, nimmt sie es nicht für übel. Am liebsten ist ihr ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen, wo sich wohlfühlt.  

Das Zitronenblatt

admin 2. April 2008

Den meisten dürfte dieses Kraut unter Zitronenverbene oder aber auch Zitronenkraut bekannt sein. Ihre Heimat reicht von Chile nach Uruguay bis nach Argentinien. Während im Kübel auf der Terrasse gepflanzt der Strauch kleiner bleibt, erreicht er in Mutter Natur eine staatliche Größe von ungefähr 5m. Die Blätter sind schmal und spitz zulaufend oder auch lanzenförmig genannt, verbreiten einen herrlichen Zitronenduft, wenn man sie verreibt.
Die vielen kleinen Blüten, die sich in einem lila oder auch rosafarbenen Kleid zeigen, duften ebenfalls herrlich nach Zitrone. Wie die meisten Kräuter besitzt die Zitronenverbe natürlich auch ätherische Öle, die gegen manche Beschwerden sehr nützlich sind, wie Bauchschmerzen die mit Krämpfen einhergehen. Wobei viele Kräuter sich auch zur Wellness verwenden lassen. So kann man die Blätter für ein erholsames Bad verwenden, aber auch für Teeaufgüsse eignen sich genial. Zitronenverbene und die allseits bekannte Zitronenmelisse, sind beide für Obstgerichte geeignet, da sie mit ihrem fruchtigen zitronigen Duft hervorragend dazu passen. Deshalb findet man sie als feine Streifen geschnitten in Obstsalaten, Kompotts und wer es ganz raffiniert mag, der kann auch die fein geschnittenen Streifen in Marmeladen oder Konfitüren, kurz mit kochen lassen und mit in die Gläser einfüllen. Sie werden erstaunt sein, über diesen unvergleichlichen Geschmack. Auch zu Fruchtsorbets oder Fruchtpudding, Eiscremes und Glasuren ist die Zitronenverbene einfach super.Viele dieser vergessenen Kräuter können eine riesengroße Abwechslung in das tägliche Kücheneinerlei bringen. Man muss sie nur wieder entdecken und auch ein bisschen experimentierfreudig sein. Denn mit der Zeit bekommt man so eine ganze Sammlung von ganz eigenen Rezepten zusammen um die andere Sie beneiden werden.