Assam
admin 22. April 2008
Wenn man es ganz genau betrachtet und vor allem von politischer Natur gesehen, ist Assam ein indischer Bundesstaat der im Nordosten des Landes liegt, dessen Berggipfeln bis zu 2100m hoch sind und sich auf einer Länge von ungefähr 600km zu beiden Ufern des Brahmaputra Flusses hinzieht. Wobei sich die Ausläufer des Himalayas im Norden bis sogar in die Tiefebenen im Süden erstrecken.
Assam ist genau genommen das größte Anbaugebiet, das zusammenhängend ist von der Welt. Wie so oft in der Teegeschichte war auch hier ein Engländer beteiligt, der während einer Handelsreise Teebüsche entdeckte, die jedoch wildwachsend waren. Die ersten kommerziellen Kultivierungen von Teegärten wurden durch die englische Handelsgesellschaft in den Jahren 1832 und 1833 vorgenommen. Das perfekte tropische Klima mit dem Monsunregen lassen die Pflanzungen auf dem fruchtbaren Urwaldboden bestens gedeihen. Wobei beim Assam Tee das frühere Sri Lanka (das heutige Ceylon) eine nicht unwesentliche Rolle spielt, was wiederum mit der Geschichte des Tees zusammen hängt.
Das damalige Sri Lanka wurde durch drei Kolonialmächte in seiner wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung dadurch geprägt. Portugal war in den Jahren 1505 bis 1655 maßgeblich daran beteiligt, sowie die Niederlande die 1655 – 1805 an der geschichtlichen Entwicklung mitwirkte. Während die Engländer als letzte sich in den geschichtlichen Reigen mit einfügen von 1805–1948. Diesmal war es kein Engländer in diesem Gebiet, der sich der Kultivierung der Teepflanzen annahm, sondern ein Schotte namens James Taylor. Wie man sieht, wenn man die Teegeschichte etwas verfolgt, haben und waren die Engländer maßgeblich an der Verbreitung des Tees beteiligt. Denn zuerst wurde in diesem Gebiet Kaffee angebaut, was jedoch durch den gefürchteten Kaffeerostpilz in den Jahren 1870-1880 zunichte gemacht wurde. Dieser besagte Schotte James Taylor begann nach diesem Rückschlag damit Kautschuk und Teeplantagen zu kultivieren. Jedoch nicht nur beim Kaffeeanbau gibt es verschiedene Höhen in denen der Kaffee angebaut wird, sondern auch beim Tee. Wobei die niedrigste Anbauhöhe, die übrigens mit Lowgrown bezeichnet wird bei 0-550m liegt, die nächste Höhe mit Mediumgrown von 550-1050m liegt und laus but not least, die Highgrown von 1050-2250m liegt. Die Hauptanbaugebiete des Assams ist zum einen das Nuwara Eliya das auf einem Zentralplateau liegt und herrliche Tees liefert die einen hellen Aufguss präsentieren und im Geschmack hocharomatisch sind. Ein weiteres bekanntes Gebiet ist das Dimbulagebiet, das westlich des zentralen Bergmassivs liegt. Hier sind die Tees kräftig im Aufguss und leuchtend rot in der Fusion.
Das letzte Gebiet ist der UVA Distrikt, der jedoch weiter östlich des zentralen Bergmassivs liegt. Diese Tees zeichnen sich durch eine typische Zitrusnote aus und eine kupferrote Tasse aus.
Die heutigen Schwarztees sind mit den früheren Schwarzen Tees nicht mehr zu vergleichen, denn noch in den 70er Jahren schmeckte schwarzer Tee meistens streng, bitter und ziemlich unaromatisch. Die heutigen Qualitäten präsentieren sich als wahre Köstlichkeiten. Selbst ein Assam kann hocharomatisch und en frisches, zartes blumiges Bouquet haben. Auch Schwarzer Tee kann durchaus eine Köstlichkeit sein, auch wenn oft behauptet wird, dieser Tee hätte nicht viel zu bieten. Dieser Irrtum wurde inzwischen schon mehrfach durch exzellente und auserlesene Qualitäten widerlegt.
- Schwarztee
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