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Majoran und seine Verwendung

admin 7. Juni 2008

Wie bei so vielen Kräutern ist auch der Majoran unter vielen verschiedenen anderen Namen bekannt. Er wird auch als Maiwürzkraut, Wurstkraut, Wohlgemuth, Bratenkraut, Schuster,- oder Müllerkraut und noch einige mehr tituliert. Dank den Arabern fand der Majoran seinen Weg in die Mittelmeerländer. Da er nicht frostbeständig ist, wächst er hier nur als einjähriges Kraut.

Vor allem durch seine Behaarung die filzig und grau aussieht und seinen unverkennbaren Duft erkennt man Majoran sehr schnell.  Durch seine Bitter,- und Gerbstoffe , sowie ätherische Öle und Terpene wird er gerne für die Herstellung bestimmter Wurstsorten wie die berühmten Thüringer Bratwürste, Pfälzer Leberknödel und Blutwurst verwendet. Aber auch bei verschiedenen Eintöpfen wie weißer Bohneneintopf, Kartoffelsuppe, Erbseneintopf oder Hammel,- und Schweinefleisch darf er nicht fehlen. Bei Bestimmten Fleischpasteten, Käsegerichten oder Bratkartoffeln darf er auf gar keinen Fall fehlen. Denn schließlich wäre es eine Todsünde, denn er gibt bestimmten Gerichten wie der Hamburger Aalsuppe den typischen Geschmack, den diese Gerichte ausmachen.

In der Heilkunde ist er schon lange zu Hause. Denn schon im Mittelalter wurde jede Krankheit mit Majoran behandelt. Von der Schwindsucht angefangen über Asthma bis zur Wunddesinfizierung. Er regt nicht nur den Appetit an und ist ein magenstärkendes und krampflösendes Mittel, er hilft auch der Verdauung auf die Sprünge und stärkt angegriffene Nerven.

Dank seiner Inhaltstoffe lässt er sich auch hervorragend bei besonders fetten Speisen wie Gans, Ente hervorragend verwenden. Wer schon einmal Griebenschmalz selber hergestellt hat, weiß dass er hier auf gar keinen Fall fehlen darf. Übrigens kann selbst gemachtes Schweineschmalz mit frischem Vollkornbrot durchaus zur Delikatesse werden.  Die Herstellung ist auch ganz einfach, denn es kommt auf die Zutaten darauf an. Mit Röstzwiebeln und süß-sauren klein geschnittenen Äpfeln, sowie Majoran und andere Kräuter nach belieben, wird daraus ein leckerer Brotaufstrich, gerade für die kalte Jahreszeit eine unerlässliche Köstlichkeit, die in keinem Vorratsschrank fehlen sollte. Dabei ist es jedem selber überlassen, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen, probieren Sie doch verschiedene Zutaten aus und lassen sich überraschen.