Archiv für das Tag 'Rotbuschtee'

Rotbuschtee das Getränk aus Afrika

admin 5. Mai 2008

Es gibt einen Tee der wegen seines nicht vorhandenen Koffeingehaltes und seiner außerordentlichen Verträglichkeit sehr beliebt ist. Der Rotbuschtee oder auch Africanstee oder Buschmann Tee genannt.

Die Entdeckung des Tees verdanken wir dem Botaniker Carl Thunberg gegen ende des 18.Jahrhunderts. Jedoch erst am Anfang des 20.Jahrhunderts sorgte der russische Einwanderer  und Pionier Benjamin Ginsberg dem Rotbusch dazu, dass er bekannt wurde. Dieser besagte Ginsberg, war übrigens der Sohn eine alten Teehändlerfamilie.

Das etwas kuriose daran ist, das zuerst die weiße Bevölkerung in Südafrika versorgt wurde mit dem Tee und erst später der Rotbuschtee seinen Siegeszug über den Seeweg antrat. Erst vor ungefähr etwas mehr als 70 Jahren stieg die Nachfrage nach diesem Getränk an. Der bis dahin wildwachsende Rotbuschtee musste zwecks dieser Nachfrage kultiviert werden. Selbst bis noch vor ein paar Jahren musste der Rotbusch Höhen und Tiefen erleben.

Doch inzwischen steigt die Nachfrage nach ihm stetig an. Bei diesem Tee liegt die Erntezeit von Januar bis März. Da dieser Strauch keine Blätter besitzt, wird der gesamte Zweig in kleine Stücke zerhäckselt. Anschließend werden die kleinen Stücke mit der Rollmaschine zerquetscht, dadurch tritt der Zellsaft aus. Durch die Sonne wird die Fermentation zum Abschluss gebracht. Eigentlich ist der Rotbusch ja noch grün, doch durch diesen Prozess färbt er sich in seine bekannte Farbe, dem Rostrot und entwickelt seinen unverkennbaren, typischen fruchtigen Geschmack.

Die Trocknung des Tees in der Sonne wird peinlichst überwacht. Rotbuschtee ist von seiner Verträglichkeit her sogar für kleine Kinder geeignet. Zudem lässt er sich zu jeder beliebigen Tageszeit trinken, wobei er mit seinen gesunden Inhaltstoffen sich durchaus sehen lassen kann. Denn mit Kalium, Magnesium und noch etlichen weiteren gesunden Mineralstoffen kann man ihn sogar in den täglichen Speiseplan mit aufnehmen. Ein weiteres Plus ist, selbst als aromatisierter Tee, also mit Früchten oder Blüten überrascht er immer wieder. Seine Vielseitigkeit in Bezug auf andere Früchte oder aber auch in Verbindung mit Gewürzen ist nicht zu verachten. Gerade in der heutigen Zeit, wo die Nachfrage nach Chai-Tees  immer größer wird, steht er seinem Bruder dem Schwarztee Chai in nichts nach. Im Gegenteil die Sanftheit des Rotbuschtees und der Geschmack der Gewürze ergeben ein ganz Neues Geschmackserlebnis. Deswegen heißt es nicht umsonst – Tee ist Vielfalt – Vielfalt ist Tee.    

Aromastoffe im Tee

admin 22. April 2008

Anfang der 80er Jahre kamen die ersten Früchtetees auf den Markt.  Argwöhnisch beäugt von den Teetrinkern und mit Skepsis akzeptiert hielten die Früchtetees Einzug in die Teeläden. Und wundersamer Weise haben sie sich bis heute gehalten. Im Gegenteil die Nachfrage steigt, nach den tollen Früchtchen, auch nach immer wieder neuen Sorten und Varianten. Das Grundgerüst besteht meistens aus Hagebuttenschalen, Hibiskusblüten und Apfelstücke. Wobei es auch total anders geht, als diese magenbelastende saure Komponente.

Früchte haben von Natur aus Aromastoffe, die jedoch manchmal so schwach sind, dass sie eben Unterstützung brauchen in Form von Aroma. Was jedoch keineswegs heißt, das künstliche Aromastoffe darin enthalten sind. Wer um Himmelswillen hat diesen Irrsinn in die Welt gesetzt. Künstliche Aromastoffe sind im Tee vom Gesetzgeber verboten. Doch dieser Irrglaube hat sich bei den Menschen in den Kopf gesetzt und da bleibt er auch anscheinend sitzen. Viele die Früchtetee kategorisch ablehnen, weil er auf der einen Seite zu sauer ist und auf der anderen ist dann die Behauptung, da sind „Kunstoffe“ drin. Wobei der Mensch so konzipiert ist, das er auf Geruch, das heißt auf Düfte reagiert. Ebenso der Geschmack, der durch die Sinne vermittelt wird. Und das Wahrnehmen mit dem Mund, schmeckt es sauer, bitter, salzig, scharf oder süß.

Wobei das aromatisieren schon im Mittelalter zwecks Extrahierung und Destillierung erfunden wurde. Erst im späten 19. Jahrhundert wurden moderne Extraktionsmethoden entwickelt und zwar in der Parfümindustrie. Dadurch wurde, die sogenannten ätherischen Öle zu isolieren und so für die Lebensmittel zu nutzen. Deswegen wenn bei den Zutaten steht Aroma, sind es keine „künstlichen Aroma Stoffe“ wie der weit verbreitete Irrglaube das immer behauptet, sondern es sind naturidentische Aromastoffe. Weil der Mensch auf Gerüche reagiert und zwar als erstes mit der Nase, werden diese Stoffe zur Hilfe genommen, denn würde der Tee nicht gut riechen oder nach gar nichts, wäre es auch nicht recht. Es ist genau wie mit Obst pur, mancher Apfel oder auch Erdbeere duftet verführerisch zum Reinbeißen. Es gibt aber auch Äpfel und Erdbeeren, die weder besonders von Natur aus duften und auch kein sonderliches Eigenaroma haben. Deswegen werden die Aromastoffe verwendet.

Das ist so wie wenn jemand sich versucht im kochen und kann es nicht. Automatisch wäre die logische Konsequenz davon, dann soll er es doch lassen. Der Mensch richtet seine Nahrungs – oder Getränkeaufnahme in erster Linie nach dem Geruch und dann nach dem Geschmack. Deswegen sind Aromastoffe keine Schadstoffe, sondern sie fördern und unterstützen den Wohlgeschmack der Lebensmittel.

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